Friesisch Blau

Viereckig in Bestform

Aus der hochwertigen Tonerde aus der Umgebung von Harlingen wurden seit ungefähr 1600 Millionen Stücke erstklassiger Kacheln, Schalen und anderer Keramik gebacken.

Harlingen ist die Wiege der friesischen Keramikindustrie. Die Technik der Zinnglasur wird hier seit mehr als 400 Jahren angewendet. Das Hannemahuis bietet eine gute Übersicht von allem, was in den vergangenen Jahrhunderten in Harlingen hergestellt wurde: lose Kacheln, Tableaus, aber auch ein Keramiksieb mit einer Abbildung des Hafens, verspielte Wandteller mit Sprüchen und vieles mehr. Das Kännchen in Form eines Affen wurde in Makkum angefertigt. Die Variation bei den Kacheln ist enorm, da sich die Motive und Stile im Verlauf der Jahrhunderte häufig änderten. Zu sehen sind zum Beispiel Kacheln mit Landschaften, biblischen Szenen, mit Kinderspielen und mit Tieren, aber auch Kacheln mit prächtig bunten Jugendstil-Mustern.

Unter anderem zu sehen

Fliesenbild mit Darstellung des Walfangschiffs „de Jonge Boom“, gemalt um 1770 von dem Harlingener Fliesenmaler Pals Karsten (1723–ca. 1776)
Fliesenbild mit Darstellung des Walfangschiffs „de Jonge Boom“, gemalt um 1770 von dem Harlingener Fliesenmaler Pals Karsten (1723–ca. 1776)
Frauenbildnis aus Harlingener Steingut
Frauenbildnis aus Harlingener Steingut, gemalt um 1780 von Jan Eelkes Kronenburg (ca. 1729–1790). Leihgabe der Ottema-Kingma-Stiftung.
Mehrfarbige Fliese mit dem Porträt einer Frau mit Mühlsteinkragen. Harlingen, um 1620.
Mehrfarbige Fliese mit dem Porträt einer Frau mit Mühlsteinkragen. Harlingen, um 1620.