Über das Hannemahuis

Zentrum für Harlingen Kultur und Geschichte

Das Hannemahuis in Harlingen befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude mit einer reichen Familiengeschichte.

Das wunderschöne Hannema-Haus ist nach der Familie benannt, die dort über zwei Jahrhunderte lebte. Sjoerd Hannema zog 1743 in das Haus ein. Sein Sohn Jan Hannema (1746–1825) war Gin-Brenner und betrieb seine Brennerei hinter dem Wohnhaus. Die Fundamente der Brennerei sind heute noch im Museum zu sehen. Die ältesten Teile des Vorderhauses stammen aus der Zeit um 1545, die heutigen monumentalen Fassaden aus den Jahren 1744 und 1825. Die Familie Hannema betrieb eine Saline, in der Rohsalz raffiniert wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts handelte die Familie Hannema auch mit tropischen Früchten, und im Hinterhaus befand sich eine Filiale der Niederländischen Bank.

Der letzte Bewohner, Leendert Jacobus Hannema (1889–1964), gründete das Museum 1957 in den ehemaligen Geschäftsräumen der Firma Sjoerd Hannema. Nach seinem Tod im Jahr 1964 wurde auch das Vorderhaus als Museum genutzt, und der gesamte Komplex gelangte durch eine testamentarische Verfügung in den Besitz der Gemeinde Harlingen, die das Hannemahuis seither betreibt. Das Museum sammelt und präsentiert Objekte und Geschichten von Bedeutung für die (Kunst-)Geschichte Harlingens. Neben der ständigen Sammlung werden auch Wechselausstellungen organisiert.